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Viele Biker im St Hippolyt-Trikot beim Sigma-Bike-Marathon in Neustadt

André Domin/Fechtmann Wolf-Dieter 14.08.2018

 

Bei optimalem Wetter, 22°C und strahlendem Sonnenschein stand ich, wie üblich im August, am Start des MTB Marathons in Neustadt an der Weinstraße, um die 49 km und 1.300 hm unter die Stollenreifen zu nehmen.

Vor und neben mir hatten sich Udo Bölts, Carsten Bresser, Vorjahressieger Wolfram Kurschat und andere illustre Namen an die Startlinie begeben.

Weitere Vereinsmitglieder waren ebenfalls im Feld dabei: Katharina und Otto Kurz, Christoph Rohland und Michael Rutz.

In sehr geordneter Manier und mit gemäßigtem Tempo, bestimmt von Wolfram Kurschat, ging das Rennen los. Zunächst auf breiten oder auch schmalen Asphaltstrassen kamen wir dem Pfälzer Wald näher, der mit seinen sandigen, von Wurzeln und Steinen übersäten Wegen und Singletrails sowie den phänomenalen Aussichten den perfekten Rahmen für einen der weltweit schönsten Marathons bietet.

Ich kannte bislang nur die Kurzdistanz und war von dieser bezüglich Trail- und Technikanteil schon sehr angetan. Die große Runde, auf der Mittel- und Langdistanz (90 Km) gefahren werden, setzt nochmals "Einen drauf": der Kurs bietet wirklich alles, was das Herz des Marathonfahrers höher schlagen lässt.

Es gibt ebene Drückerpassagen auf Forstwegen zum Tempomachen, Singeltrails mit Wurzeln und Steinen, sehr steile Downhills, die ebenfalls mit Wurzeln und Steinen verblockt sind und echtes Bikehandling erfordern sowie knackige Downhills auf breiteren Wegen oder Singletrails. Selbst geübte Fahrer werden den Kurs im Rennen nicht ohne Absteigen bewältigen, behaupte ich.

6 Mal mußte ich den Fuß auf den Boden setzen oder gar schieben, um eine steile Up-oder Downhill-Passage meistern zu können.

Aus meiner Sicht macht ein Fully bei diesem Rennen besonders viel Sinn und die rund 1,5 kg Mehrgewicht gegenüber einem Hardtail sind gut investiert, da Flachpassagen und Downhills kraftsparend gefahren werden können und die Dämpfer auch in den häufig verblockten Uphills Vorteile bringen.

Der Kurs wird in Zielrichtung technisch anspruchsvoller und die Erschöpfung tut ein Übriges, so dass man im Ziel "ziemlich grau" dasteht. Bei mir wirkten sich diverse Langstreckentrainings mit niedriger Intensität in den Wochen vor dem Marathon auf meine Geschwindigkeit und Kraft aus. Ich beendete das Rennen daher auf Platz 40 gesamt und als 26.ter der Lizenzfahrer, bei denen es keine Altersklassen-Einteilung gab.

Wolfram Kurschat siegte wieder deutlich unter 2 Stunden (auf einem Hardtail), Udo Bölts (ebenfalls ein Ü50-Fahrer) nahm mir uneinholbare 13 Minuten und Carsten Bresser 5 Minuten ab (beide auf einem Fully).

Der Neustadt Marathon ist ein echtes Highlight für mich und ich kann nur Jedem raten, ihn einmal zu fahren.

Weitere Ergebnisse:

Katharina Kurz: gesamt: 109 m/w: 7 AK: 6

Christoph Rohland: gesamt: 169 m/w: 158 AK: 21

Michael Rutz: gesamt: 215 m/w: 199 AK: 28

Otto Kurz; gesamt: 234 m/w: 214 AK: 33

 Auf der Langstrecke:

Lomas Wefing: gesamt: 26 m/w: 26 AK: 24

 

Bericht: André und Wolf-Dieter

Bilder: Sportograf