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Als Außenseiter ins kleine Finale

Fechtmann Wolf-Dieter 17.06.2018

 

Am Freitag den 15.06.2018 fand im Zuge der Großveranstaltung ULTRA-Bike-Marathon in Kirchzarten auch die Deutsche Meisterschaft im Eliminatorsprint statt.

In der Ortsmitte waren in eine 1,6km lange Sprintstrecke verschiedene Hindernisse eingebaut worden, um der Strecke eine hohe technische Qualität zu geben und den Zuschauern das Thema Sprint schmackhaft zu machen.

Start und Zielbereich lagen nahe beieinander und das Geschehen auf der Strecke wurde hervorragend kommentiert.

 

Fast 40 hochkarätige Sprinter aus Deutschland hatten sich gemeldet, um über einen Qualifikationslauf einen der 32 Startplätze für die Ausscheidungsrennen (Heats) zu erhalten.

An der Strecke waren die Rollen der Biker aufgebaut, die ein Warmfahren der Biker in der Innenstadt ermöglichten.

    

Nico Fechtmann nutzte bereits seinen Qualifikationslauf um für das Procraft-Racingteam und für die Kirchzartener Zuschauer für eine kleine Überaschung zu sorgen.

War er doch als Fahrer ohne nennenswerte Punkte im UCI-Ranking im Schlußviertel der Läufe an den Start gegangen, konnte er doch die sechstschnellste Zeit einfahren.

Nun musste er mentale Stärke zeigen, da seine 3 Gegner im ersten Heat bereits mehrere Höhepunkte aus den vorangegangen Jahren aufweisen konnten und er für den kommentierenden Veranstalter ein unbeschriebenes Blatt war, denn die Fahrer wurden immer einzeln vorgestellt.

Der Start klappte gut, es gab keinen Sturz und Fechtmann kam als Zweitplatzierter eine Runde weiter. Platz 3 und 4 durften nach Hause fahren.

Eine knappe Stunde später der Zweite Heat mit Gegnern wie Schelb, Zurnieden und Holz.

Eigentlich keine Chance für ein Weiterkommen, die der Fahrer vom Radsport Rhein-Neckar und den Kraichgaubikern plötzlich doch wahrnehmen konnte, als sich in der ersten Kurve Zurnieden vor Holz ablegte und der Weg plötzlich frei war.

Diesen Heat gewann der Epfenbach sicher vor Julian Schelb, dem späteren Dritten.

Wieder hatte er 2 Biker nach Hause geschickt.

 

Nun waren bereits die Finalläufe in Reichweite, und die Erwartungen bereits übertroffen.

Im nächsten Heat wurde Nico Vierter und kam so in das kleine Finale um die Plätze 4-8.

Ohne eine Pause ging es dann sofort in das kleine Finale, das er dann auf Platz 8 beendete und somit nun zu den 10 Besten Sprinter aus Deutschland im Jahre 2018 gehört.

Sieger wurde Simon Gegenheimer, bereits zum vierten Mal Deutscher Meister, vor David Horvath (ein Meistertitel) und Julian Schelb, dem Allrounder aus Münstertal.

Bilder und Bericht: Fechtmann