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Auch ein alter Hase erlebt noch Überaschungen

Fechtmann Wolf-Dieter 14.05.2018

 

Zum ersten Mal startete ich beim Bundesliga-Rennen in Gedern auf einem Kurs, der dieser nationalen Rennserie wirklich "angemessen" erscheint!

Zu den Bundesliga Rennen kommen die Spitzenfahrer Deutschlands und auch in diesem Jahr war die Creme de la Creme vertreten.

Bei den Männern waren es z.B.: Brandl, Schwarzbauer, Stiebjahn, Schulte-Lünzum, List, Schelb und auch Nico Fechtmann.

Bei den Senioren waren Dirk Hemmerling und Max Friedrich am Start, somit nationale Würdenträger oder auch gute Bekannte wie Sascha Lieb.

Ich reiste zwar mit knapp 2 h Zeit vor meinem Start an, konnte die Runde aber aufgrund der laufenden Wettbewerbe nicht abfahren.

Die fehlende Streckenbesichtigung ist bei keinem Cross-Country- oder Cyclocross-Rennen besonders förderlich. Bei einem Bundesliga-Rennen und insbesondere dem technischen Kurs in Gedern ist das jedoch ein echtes Handicap!

Die Strecke weist mehrere Drops / Sprünge, diverse Kompressionssenken, steile Abfahrten, enge Serpentinen, Stufen, Steinfelder und vieles Mehr auf. An den kniffligen Passagen gibt es dann eine schnelle A- und ein bis zwei B-Linien (die sog. chicken trails).

Es waren 8 Senioren-Fahrer gemeldet, also deutlich weniger als üblich - wohl aufgrund des Respektes vor der Strecke?!

Ohne Vorkenntnis startete ich also hinter den Damen und Juniorinnen mit meinen sieben Mitstreitern.

Um es kurz zu machen: ich wusste nicht wie mir geschieht und trotz guter technischer Fähigkeiten nahm ich des öfteren die B-Linie, entweder da ich den Sprung / Drop nicht einsehen konnte oder da ich schlicht die erstbeste Linie wählte, ohne zu wissen ob sie schnell oder gefährlich wäre.

Im Prinzip fuhr ich, ohne genau zu wissen in welchem Teil der Strecke ich mich genau befand. Zudem fuhr ich permanent am Leistungslimit, da der Kurs sehr unrhythmisch und konditionell anspruchsvoll ist.

In der letzten der 4 Runden dachte ich mich nahezu eingefunden zu haben - und fand erst beim Zuschauen des Rennens der Männer heraus, wo man wie hätte fahren können und sollen.

Insgesamt war es ein schönes Erlebnis und mit 51 Jahren passiert es einem nicht oft, komplett überrascht zu werden - da werden Kindheitserinnerungen wach!

Ein toller Kurs, eine super Orga und ein auch für Zuschauer ein interessantes Rennen.

Bei den Senioren kam ich nach Dirk, Max und Sascha auf dem 4.ten Platz in´s Ziel. Uff!

 

Bericht: André

Fotos: Wolf-Dieter